Medikamente reservieren oder liefern lassen:


Jetzt reservieren

Wir suchen neue Mitarbeiter!

 

Hier gehts zum Bewerbungsformular

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

WIR SUCHEN DICH!
Unsere Apothekenfilialen in Nürnberg Mögeldorf brauchen Unterstützung warten nur auf deine Bewerbung! Wenn du Interesse hast, klicke links auf den Link und fülle einfach das Formular aus – easy, schnell und unkompliziert. In wenigen Sekunden kannst du deine Karriere bei uns starten!

Wir freuen uns sehr auf dich!

Über uns

 

Aktiv für Ihre Gesundheit –
Das sind die Apotheken Vogelhuber

2002 haben wir, Kirstin und Dr. Werner Vogelhuber, die Sankt Ulrich Apotheke in Nürnberg-Mögeldorf übernommen. Seitdem haben wir unsere Standorte für Sie im Bereich Nürnberg und Schwabach weiter ausgebaut. In sechs Filialen stehen wir Ihnen mit rund 50 Mitarbeitern gerne bei allen Fragen rund um Ihre Gesundheit hilfreich zur Seite. Hierzu zählt selbstverständlich auch die Zeit für ein ausführliches Beratungsgespräch.

 

Schon immer gilt die Versorgung mit verschreibungspflichtigen und rezeptfreien Arzneimitteln als die Kernkompetenz der Apotheke. Gerne beraten wir Sie aber auch zu sinnvollen Alternativen aus der Naturheilkunde (z.B. pflanzliche Präparate oder Homöopathie) und sorgen mit unserem großen Sortiment an Kosmetikprodukten bis hin zu Nahrungsergänzungsmitteln dafür, dass Sie sich bei uns rundum wohlfühlen können.

 

Mit über 100.000 lagernden Packungen können Sie die meisten Arzneimittel und freiverkäuflichen Präparate sofort mitnehmen. Falls etwas mal nicht vorrätig sein sollte, besorgen wir es in der Regel noch innerhalb desselben Tages und bringen es auch gerne zu Ihnen nach Hause – selbstverständlich kostenlos.

 

Durch unsere wechselnden Angebote, unsere Preisgarantie und Rabattcoupons sorgen wir dafür, dass Gesundheit bei uns stets bezahlbar bleibt.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch,

Ihre Familie Vogelhuber

Aktuelle
Angebote

 

Download PDF-Datei

 

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Ihren Arzt oder Apotheker (bei Tierarzneimitteln Ihren Tierarzt). Warnhinweis für Schmerzmittel (Analgetika): Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!

Beratungsclips

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von beratungsclips.dga-medien.com zu laden.

Inhalt laden

Heilpflanzen

 

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von v4.api.apotheken.de zu laden.

Inhalt laden

News

Gesundheitsnews

 

Reitspaß trotz Pferdeallergie?


Curly Horses sind von der Kruppe bis zum Kopf gelockt.

Curly Horses sind eine spezielle Pferderasse, die für ihr lockiges Fell bekannt ist. Sie sollen weniger allergen sein als andere Pferde – was jedoch heftig diskutiert wird. Jetzt gibt es Hinweise, dass Curly Horses tatsächlich für Allergiker*innen geeignet sein könnten.

Locken und Kringel von der Kruppe bis zum Kopf

Ein bisschen sehen Curly Horses aus wie Pudel auf vier Hufen: Ihr Fell ist nämlich ähnlich stark gelockt, und zwar von der Kruppe bis zum Kopf. Die Herkunft der nordamerikanischen Rasse ist unklar. Aber ob sie nun von russischen Siedlern mitgebracht wurde oder eine Mutation einheimischer Pferde ist – die Tiere gelten als robust, ausdauernd und hypoallergen.

Vor allem aufgrund der Hypoallergenität werden sie gerne als Alternative für pferdeallergische Reiter*innen empfohlen. Bisherige Studien sprechen allerdings dagegen, dass die Lockenpferde weniger Allergien auslösen. In einer Untersuchung aus dem Jahr 2018 fand man in ihren Hautschuppen sogar mehr Allergene als in denen anderer Pferderassen. Trotzdem berichten Pferdeallergiker*innen immer wieder, dass sie beim Umgang mit Curlys keine allergischen Beschwerden wie Kurzatmigkeit oder Luftnot haben.

Mit Lungenfunktionstest auf dem Reiterhof

Jetzt haben sich Forschende erneut der Frage angenommen. Sie wollten herausfinden, wie sich der regelmäßige Kontakt zu Curly Horses auf die Atemwegsbeschwerden von Menschen mit Pferdehaarallergie auswirkt. 141 Betroffene kamen regelmäßig auf einen Pferdehof, um dort Curly Horses zu putzen und zu reiten. Während des Umgangs mit den Pferden wurde regelmäßig die Lungenfunktion gemessen. Das Ergebnis: Der regelmäßige Kontakt – inklusive Reiten und Bürsten – verringerte die allergischen Atemwegsbeschwerden deutlich.

Je mehr Reitstunden wahrgenommen wurden, desto geringer wurden die allergischen Symptome. Sehr starke allergische Reaktionen seien nur in 72 von über 1300 Reitstunden aufgetreten, und dies vor allem bei den ersten zehn Terminen, berichten die Forschenden. 41 Männer und Frauen hatten sich zudem jährlich einem nasalen Provokationstest unterzogen. Dabei werden Pferdeallergene in die Nase verabreicht und die Reaktion darauf gemessen. Bei mehr als zwei Dritteln von ihnen traten durch den regelmäßigen Kontakt zu Curly Horses keine Beschwerden mehr bei diesem Test auf.

Immuntoleranz auch gegen andere Pferde

Der regelmäßige Kontakt zu Curly Horses führt dazu, dass Patient*innen mit Pferdehaarallergie eine Immuntoleranz entwickeln und weniger oder sogar nicht mehr auf Pferde reagieren, schließen die Autor*innen darau. Die Ursache dafür müsse noch weiter erforscht werden. Da im Blut der Studienteilnehmenden die IgG-Spiegel angestiegen sind, könnten blockierende IgG-Antikörper eine Rolle spielen.

Quellen: Ärzteblatt, Pneumologie

23.05.2024 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski | Foto: mauritius images / Anni Sommer / imageBROKER

Stillen reduziert Blutkrebs-Risiko


Stillen ist aus vielen Gründen gut fürs Kind.

Krebs ist bei Kindern zum Glück selten. Wenn sie aber daran erkranken, entwickeln sie häufig eine Leukämie. Diesem Blutkrebs kann offenbar mit Stillen vorgebeugt werden.

Daten von 300 000 Kindern analysiert

Schon länger gibt es Hinweise darauf, dass gestillte Babys im Kindesalter seltener Krebserkrankungen entwickeln als ungestillte. Größere Studien dazu gab es bisher allerdings nicht. Um hier mehr Klarheit zu schaffen, hat eine dänische Arbeitsgruppe die Daten von über 300 000 Kindern des dänischen Kindergesundheitsregisters analysiert. Die Beobachtungszeit dauert von der Geburt bis längstens zum 15. Lebensjahr des Kindes.

331 Kinder erhielten im Alter von ein bis 14 Jahren eine Krebsdiagnose, das Durchschnittsalter dabei betrug 4 Jahre. Am häufigsten war Blutkrebs, 122 (37%) der Kinder erkrankten daran. Bei zwei Drittel von ihnen handelte es sich um eine akute lymphoblastische Leukämie (ALL). Die übrigen Kinder litten an Tumoren des zentralen Nervensystems oder an soliden Tumoren, bei denen z.B. Leber, Auge, Niere oder Darm betroffen waren.

Mindestens drei Monate voll stillen

Im dänischen Kindergesundheitsregister werden auch die Daten zur frühkindlichen Ernährung dokumentiert. Daraus errechneten die Forschenden, dass Stillen vor Blutkrebs schützt, und zwar insbesondere vor einer ALL. Wurden die Kinder über mehr als drei Monate hauptsächlich gestillt, verringerte sich ihr Blutkrebsrisiko um 34% im Vergleich zu den Kindern, die kürzer oder gar nicht gestillt worden waren. Auf die Entwicklung anderer Tumoren hatte das Stillen keinen Einfluss.

Darmmikrobiom als schützende Ursache?

Der positive Einfluss des Stillens beruht womöglich auf dem Darmmikrobiom, also auf den Bakterien, die den Darm bewohnen. Denn es hat sich gezeigt, dass an ALL erkrankte Kinder eine andere Darmflora haben als gesunde Gleichaltrige. Genaueres dazu muss jedoch noch erforscht werden.

Auch wenn die ALL zu den häufigsten Krebsarten bei Kindern gehört, ist sie trotzdem sehr selten, kommentiert eine Expertin die Studie. Ob das verringerte Risiko einer ohnehin seltenen Erkrankung Mütter dazu bringt, länger voll zu stillen, hält sie für unwahrscheinlich. Dennoch sei das Ergebnis ein weiterer Vorteil, der die entscheidende Bedeutung des Stillens ergänze.

Quelle: Springer Medizin

22.05.2024 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski | Foto: mauritius images / Westend61 / Irina Heß

PECH hilft bei Sportverletzungen


Beim Joggen kommt es leicht zu einer Überdehnung im Oberschenkel. Abhilfe schafft das sogenannte PECH-Schema.

Sport ist gesund – das weiß heute wohl jeder. Doch manchmal kann schon eine falsche Bewegung zur Prellung, Zerrung oder gar Verstauchung führen. Mit einer effektiven Erstversorgung lassen sich die schlimmsten Folgen verhindern.

Heilung beschleunigen

Ob die Oberschenkelzerrung beim Joggen oder der Kreuzbandriss beim Fußball: Jede Sportart birgt ihre ganz eigenen Verletzungsrisiken. Da diese sich nicht immer vermeiden lassen, ist es umso wichtiger, nach dem Unglück angemessen zu reagieren, weiß der Diplom-Sportwissenschaftler Klaus Möhlendick: „Eine schnelle und gute Erstversorgung ist wichtig, denn sie kann Schlimmeres verhindern. Vor allem Schwellungen und Einblutungen lassen sich damit eindämmen, und das beeinflusst den Krankheitsverlauf positiv.“

Pause, Eis, Kompression, Hochlagern

Bewährt hat sich als Erste-Hilfe-Maßnahme bei Sportverletzungen das sogenannte PECH-Schema. Dabei steht P für Pause, E für Eis, C für Kompression (auf Englisch compression) und H für Hochlagern. „Die Maßnahmen der PECH-Regel helfen, die betroffenen Bereiche vor weiteren Schäden zu schützen und einen möglichst zügigen Heilungsprozess zu ermöglichen“, erklärt Möhlendick. Sie sollten sofort der Reihe nach durchgeführt werden, ersetzen allerdings keinen Besuch in der Arztpraxis.

Weitere Tipps zum PECH-Schema:

  • Eine Pause von der sportlichen Betätigung sollte selbst dann eingelegt werden, wenn ein Laufen mit leichten Beschwerden noch möglich wäre.
  • Beim Kühlen sind Kälteschäden an der betroffenen Stelle zu vermeiden. Das Eispack also lieber nicht direkt auf die Haut legen, sondern davor in ein Tuch wickeln. Für unterwegs bieten sich Kälte-Kompressen aus der Apotheke an. Sie passen in jeden Rucksack und werden durch leichtes Kneten innerhalb von Sekunden angenehm kühl. 
  • Der Kompressionsverband sollte zwar Druck erzeugen, um mögliche weitere Blutungen zu stoppen und die Verletzung zu stabilisieren, allerdings sollte er nicht zu fest angelegt sein.
  • Nicht zuletzt ist beim Hochlagern wichtig, dass der verletzte Körperteil höher als das Herz liegt. Nur so kann das Blut optimal von der betroffenen Stelle wegfließen, was Schwellungen und Schmerzen verringert.

Verbandsmaterial und Kälte-Kompressen bekommen Sie in Ihrer Apotheke. Ihre Apotheker*in berät Sie gerne.


Quellen: Barmer Pressemeldung und Infoportal

21.05.2024 | Von: Leonard Olberts | Foto: PAStudio/Shutterstock

Gut vor Mücken und Sonne schützen!


Durch Veränderung ihrer Haut sind Schwangere besonders anfällig für Sonnenbrand.

Schwangere müssen im Sommer oder bei Urlaubsreisen in die Sonne besonders aufpassen. Denn sie sind nicht nur besonders anfällig für Sonnenbrände. Auch gegen Stechmücken sollten sie sich wappnen – denn die fliegen geradezu auf werdende Mütter. Doch nicht jeder Mücken- oder Sonnenschutz ist auch für das Ungeborene geeignet. Lesen Sie, welche Sonnencreme und welche Repellenzien Sie unbesorgt nutzen können.

Haut wird anfälliger für Sonnenbrand

Sonnenschutz ist unerlässlich – das gilt ganz besonders für werdende Mütter. Denn durch die Schwangerschaft verändert sich die Haut. Dort, wo sie sich dehnt, wird sie dünner. UV-Strahlen können so schneller in die tiefliegenden Hautschichten eindringen. Dadurch wird die Haut nicht nur anfälliger für Sonnenbrand, auch das Risiko für einen späteren Hautkrebs erhöht sich. Zudem steigen in der Schwangerschaft die Östrogenspiegel im Blut. Deswegen bildet die Haut schneller Melanin und es kommt leicht zu Pigmentflecken.

Um sich vor den negativen Auswirkungen der Sonne zu schützen, sollten Schwangere zuallererst die pralle Sonne meiden. Das tut nicht nur der Haut gut. Im Schatten oder Halbschatten kommt es auch seltener zu einem Sonnenstich oder Kreislaufproblemen. Ganz auf die Sommersonne verzichten, ist aber nicht nötig. Denn frische Luft und Bewegung ist für werdende Mütter genauso wichtig wie für Nicht-Schwangere. Zudem ist ein Quantum Sonne für Knochen und Wachstum essenziell: Denn UV-Licht ist nötig, damit in der Haut ausreichend Vitamin D gebildet wird. Dafür reicht es jedoch schon, das Gesicht und die unbedeckten Arme und Hände täglich etwa 10 Minuten von der Sonne bestrahlen zu lassen.

Wer sich länger in der Sonne aufhält, sollte immer Sonnenschutzprodukte auftragen. Um diese richtig anzuwenden, muss man die Eigenschutzzeit der Haut kennen. Sie beträgt je nach Hauttyp 5 bis maximal 40 Minuten. Die Eigenschutzzeit multipliziert mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) der benutzten Sonnencreme ergibt die Zeit, in der man sich gefahrlos in der Sonne aufhalten kann. Schwangeren wird generell ein hoher LSF von 50 empfohlen. Hellhäutige, helläugige Frauen können mit diesem Sonnenschutz etwa vier Stunden in der Sonne bleiben (5 x 50 Minuten). Weil ihre Haut empfindlicher auf Sonne reagiert, wird Schwangeren generell geraten, die berechnete Schutzzeit nicht voll auszunutzen.

Hinweis: Auch wenn es draußen richtig heiß ist – in den ersten zwei Schwangerschaftsdritteln kann es dem Baby im Bauch der Mutter nicht zu warm werden. Das Fruchtwasser hilft, die Temperatur im Uterus konstant zu halten. Gegen Ende der Schwangerschaft wird das Fruchtwasser weniger und die Gebärmutterliegt direkt unter der Bauchdecke. Dann kann es sein, dass das Baby die Wärme empfindet – was aber nicht als gefährlich gilt.

Welcher Sonnenschutz soll´s sein?

Nicht nur der LSF, auch die Art des Sonnenschutzes spielt eine Rolle. Werdende Mütter sollten mineralischen Sonnenschutz bevorzugen. Als mineralische Komponenten gibt es Titandioxid und Zinkdioxid. Titandioxid ist allerdings seit 2022 als Lebensmittelzusatzstoff verboten, weil er womöglich das Erbgut verändert. Die Bewertung, ob Titanoxid in Kosmetikprodukten bedenkenlos verwendet werden kann, soll 2024 erfolgen. Für Zinkoxid sind bisher keine negativen Auswirkungen bekannt.

Mineralische Sonnenschutzmittel haben den Vorteil, dass sie durch das Reflektieren der Sonnenstrahlen sofort wirken. Beim Auftragen bildet sich ein weißer Film. Das stört zwar manche Anwenderinnen, ist aber praktisch: So lässt sich genau erkennen, welche Stellen unzureichend eingecremt wurden. Das passiert häufig, denn oft nimmt man zum Eincremen zu wenig Sonnenschutzmittel. Empfohlen werden für den Körper eines Erwachsenen vier gehäufte Esslöffel Sonnencreme.

Wer mineralische Sonnencremes nicht mag, kann auf chemische Sonnenschutzprodukte ausweichen. Sie wandeln die UV-Strahlung in Wärme um. Zu beachten ist, dass sie 20 bis 30 Minuten vor dem Sonnenbad aufgetragen werden müssen, um zu wirken. Auch hier wird ein Lichtschutzfaktor von 50 empfohlen, zudem sollte es sich um Präparate für empfindliche Haut handeln. Gut geeignet sind Produkte, die explizit für Babys und Kleinkinder geeignet sind. Wer sich bei der Auswahl der richtigen Sonnencreme unsicher ist, lässt sich am besten in der Apotheke beraten.

Hinweis: Neben Hauttyp und Lichtschutzfaktor spielt beim Sonnen auch die Intensität der UV-Strahlung eine Rolle. Der Sonnen- oder UV-Index von 1 bis 11 gibt an, wie stark die Sonnenstrahlung an einem bestimmten Ort ist und wie hoch das Risiko ist, dass Sonnenbrand oder andere UV-bedingte Hautschäden auftreten. Man findet die Angaben z. B. auf der Webseite des Deutschen Wetterdienstes, häufig aber auch im Wetterbericht. Als hoch gelten Werte ab 6.

Mücken fliegen auf Schwangere

Schwangere müssen im Sommer nicht nur in Bezug auf die Sonne besonders aufpassen. Dazu kommt, dass Mücken und Stechfliegen es auf werdende Mütter ganz besonders abgesehen haben. Das liegt daran, dass in der Schwangerschaft die Körpertemperatur ansteigt und die Haut besser durchblutet ist – was die Blutsauger stark anlockt. Ähnlich verführerisch für stechende Plagegeister ist der Geruch von Schweiß. Der lässt sich auf der Haut Schwangerer ebenfalls reichlich finden, denn durch die körperliche Belastung und die hormonelle Umstellung schwitzen Schwangere mehr.

Grund genug, sich vor Mücken, Stechfliegen und Zecken zu schützen. Neben bedeckender Kleidung helfen dabei vor allem Repellenzien. Diese chemischen Substanzen sorgen dafür, dass sich die Plagegeister auf ihrer Suche nach Nahrung vom Wirt abwenden und ihre Flugrichtung ändern – also in die Flucht geschlagen werden. Die am häufigsten eingesetzten Repellenzien enthalten Icaridin, Diethyltoluamid (DEET) oder Ethylbutylacetylaminopropionat (IR3535). In der Schwangerschaft zählt allerdings nicht nur die Effektivität der Wirkstoffe. Die chemischen Substanzen dürfen auch das Ungeborene nicht schädigen.

Für Schwangere und Kinder ab zwölf Monaten bedenkenlos geeignet sind Repellents auf der Basis von IR3535 (12,5%ig oder 10%ig). Ein 12,5%-iges Produkt gilt laut Herstellerangaben auch für Stillende als unbedenklich. IR3535 wehrt Moskitos, Mücken, Stechmücken, Zecken, Bienen und Wespen ab. Seine Wirkdauer ist etwas kürzer als die anderer Repellenzien. Ein Vorteil ist, dass die Substanz als gut hautverträglich gilt und keine Kunststoffe angreift – also auch auf Kleidung gesprüht werden kann und z.B. Uhrenarmbänder nicht schädigt.

Icaridin und DEET sind laut Auswärtigem Amt für Schwangere und Stillende mit Einschränkungen geeignet. Bei Embryotox gibt es zu Icaridin und DEET keine Eintragung. Embryotox ist ist eine wissenschaftliche Einrichtung in Deutschland, die Informationen über die Sicherheit von Arzneimitteln während der Schwangerschaft und Stillzeit sammelt, bewertet und veröffentlicht. Deswegen bleibt nur, die Angaben der Herstellerfirmen zu beachten.

  • Icaridin ist in vielen Insektenschutzmitteln enthalten. Es gibt sie in verschiedenen Konzentrationen (10%, 20% und 30%). Die Substanz soll schon in niedrigen Konzentrationen gegen heimische und tropische Stechmücken gut wirksam sein. Icaridin wird kaum über die Haut aufgenommen. Verschiedene Icaridin-Produkte werden auch für Schwangere und Kinder empfohlen, meist wird jedoch geraten, vorher ärztlichen Rat einzuholen.
  • Das älteste Repellent ist DEET, es wurde schon in den 1940er-Jahren entwickelt. DEET gibt es in zwei Konzentrationen. Die niedrigere (bis zu 30%) gilt für Kinder ab drei Jahren und auch für Schwangere als sicher, sie schützt etwa vier Stunden vor Stichen. Vor der Verwendung empfehlen die Hersteller meist eine Rücksprache mit der Ärzt*in. In den Tropen oder in Malariagebieten reicht 30%iges DEET zur Abwehr der stechenden Plagegeister nicht aus, weshalb 50%ige Konzentrationen nötig sind. Sie wirken bis zu zehn Stunden. Etliche der 50%igen DEET-Produkte sind laut Herstellerangaben für Schwangere in Hochrisikogebieten geeignet – ebenfalls nach Rücksprache mit der Ärzt*in. In dieser hohen Konzentration sollte DEET jedoch nicht auf mehr als 20% der Körperoberfläche angewendet werden. Ein Nachteil von DEET ist, dass es Kunststoffe - z. B. Uhren - angreift.

Für alle Repellenzien gilt, dass sie lückenlos auf die freiliegende Haut aufgetragen werden müssen. Aussparen muss man dabei sonnenverbrannte Bereiche sowie Augen, Lippen und Nasenlöcher. Wenn der Schutz nicht mehr nötig ist, sollte man die Repellents von der Haut abwaschen.

Auch pflanzliche Wirkstoffe wie z.B. ätherische Öle oder Extrakte aus der Chrysantheme werden zur Insektenabwehr eingesetzt. Da es zu diesen Präparaten bisher kaum toxikologische Studien gibt, ist ihre Anwendung bei Schwangeren und Kindern eher problematisch. Weitere Fakten sprechen gegen ihren Einsatz: Je mehr Komponenten in den Produkten enthalten ist, desto größer wird die Gefahr für Allergien. Insbesondere ätherische Öle reizen Augen und Schleimhäute, zudem sind pflanzliche Produkte weniger effektiv als chemische.

Hinweis: Etliche Hersteller machen bei DEET und Icaridin Angaben dazu, ob ihr Produkt in der Schwangerschaft geeignet ist. Diese Hinweise finden sich allerdings nicht immer auf den Verpackungen, sondern teilweise auf den Webseiten der Firmen. Bei Unsicherheit sollte man sich Rat in der Apotheke holen.

Nach dem Mückenstich

Auch Repellents können keinen 100%igen Schutz vor Mückenstichen garantieren. Hat es einen trotzdem erwischt, juckt es meist unerträglich. Dagegen helfen kühlende, juckreizstillende oder entzündungshemmende Substanzen:

  • Zur Kühlung eignen sich Präparate mit Aloe vera. Laut Embryotox ist Aloe vera auch für Schwangere unproblematisch. Es gibt sie als Stifte und Gele, Letztere sollte man im Kühlschrank unterbringen, dann wirken sie noch besser.
  • Auf die Haut aufgetragene Antihistaminika kühlen nicht nur. Sie wirken auch gegen das Histamin, das über den Mückenspeichel in die Wunde gelangt . Histamin verhindert die Blutgerinnung und hält das Blut flüssig, damit die Mücke es gut saugen kann. Allerdings löst Histamin auch die Entzündungsreaktion mit Juckreiz und Rötung an der Stichstelle aus. Indem Antihistaminika der Ausbreitung von Histamin entgegenwirken, mildern sie die Entzündung und den Juckreiz. Antihistaminika gibt es als Stifte und Gele. Bei den Gelen wird meist darauf hingewiesen, dass man sie in der Schwangerschaft nicht großflächig anwenden soll – was in der Regel bei einem Mückenstich auch nicht nötig ist.
  • Hydrocortison wirkt ebenfalls gegen mückenstichbedingte Entzündungen. Hydrokortisonsalben oder -gele sollen in der Schwangerschaft aber nicht auf ausgedehnte Hautbereiche aufgetragen werden. Ein eng begrenztes Hautareal damit einzureiben, gilt als tolerabel. Die Hersteller empfehlen dennoch, in der Schwangerschaft vor Gebrauch die behandelnde Ärzt*in zu befragen.

Hinweis: Auch wenn ein Mückenstich stark juckt – daran Herumzukratzen ist keine gute Idee. Denn dadurch können Hautbakterien in den Körper gelangen und gefährliche Infektionen auslösen. Besser als Kratzen ist Kühlen: Mit Salben, Gelen, Coolpacks oder einem feuchten Tuch.

Quellen: DAZ 2023, Nr. 29, S. 34; DAZ 2023, Nr. 26, S. 24

18.05.2024 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski | Foto: mauritius images / Sergey Novikov / Alamy / Alamy Stock Photos